Zum Hauptinhalt springen

„Politik hat mich schon immer interessiert.“

MANFRED WITSCH, 26

Seit 2016 bestimmt Manfred Witsch, mittlerweile 26 Jahre jung, die Gemeindepolitik in Fulpmes aktiv mit. Doch wie ist er eigentlich dazu gekommen, was hat er gelernt, was empfiehlt er anderen jungen Menschen?

Manfreds

Dorfstories

„Politik hat mich schon immer interessiert. 2014, also mit 19 Jahren, hab´ ich gemeinsam mit vier Freunden eine Jugendgruppe in Fulpmes gegründet. Wir wollten einfach neue Ideen einbringen, etwas bewegen, auch umsetzen, vor allem auch ein Sprachrohr für junge Menschen sein. Bei der Gemeinderatswahl 2016 kandidierte ich dann auf einer unabhängigen Gemeinschaftsliste auf Platz sechs, eigentlich aussichtslos, weil diese Liste bisher nur drei Mandate hatte. Ich startete also einen Vorzugsstimmenwahlkampf, erhielt 171 Vorzugsstimmen und war somit als neuer Gemeinderat gewählt. Ein tolles Gefühl, ich war ganz happy,“ blickt Manfred heute zurück.

Viel Zeit und Energie investiert

Anfangs war für Manfred die Arbeit im Fulpmer Gemeinderat natürlich ungewohnt, neu, auch herausfordernd. „Ja, ich habe schon einige Zeit gebraucht, um alle Abläufe zu verstehen. Da ging schon sehr viel Zeit und Energie drauf.“ Um sich genau darauf vorzubereiten, besuchte er schon vor der Wahl spezielle Seminare über die Gemeindearbeit. Dazu erhielt er auch vom einen oder anderen älteren Mandatar wertvolle Tipps. Gleich nach seiner Wahl in den Gemeinderat wurde Manfred Witsch zum Obmann des Überprüfungsausschusses bestellt. Eine riesengroße Herausforderung, weil sich der sogenannte Überprüfungsausschuss im Detail mit der Finanzgebarung der Gemeinde auseinandersetzt. „Da geht es immerhin um ein Budget zwischen 10 und 12 Millionen € im Jahr“, erklärt er. „Das war am Anfang schon respekteinflößend und eine Herausforderung.“

Aus- und Weiterbildung

Besonders hilfreich waren da jene Kurse des Gemeindeverbandes oder der GemNova, die am Grillhof angeboten wurden. Jenen für Mitglieder von Überprüfungsausschüssen besuchte er natürlich auch. Ein gewisses Vorwissen brachte er außerdem von der Schule mit – er absolvierte die Handelsakademie mit Schwerpunkt Finanz- und Risikomanagement. Zum Dritten studierte er in dieser Zeit gerade an der Uni Innsbruck Wirtschaftsrecht und Wirtschaftswissenschaften, beide Studien hat er mittlerweile übrigens abgeschlossen. „Ich hatte also die Möglichkeit, die Theorie von der Uni mit der Praxis im Gemeinderat zu verbinden. Das war schon super.“

BRINGT EURE IDEE EIN

Bei den Gemeinderatswahlen im Februar 2022 will Manfred Witsch „natürlich“ wieder kandidieren. Sein Appell an die vielen anderen jungen Menschen:

„Engagiert euch in der Gemeindepolitik, bringt eure Idee ein, macht mit.
Die Gemeindeschmiede unterstützt jeden Einzelnen von euch dabei.“

Wir Junge haben oft einen anderen Blickwinkel, eine andere Herangehensweise, auch den Mut zu unkonventionellen Lösungen. Davon kann eine Gemeinde gemeinsam mit den Erfahrungen der Älteren nur profitieren.“ Übrigens: Die 171 Vorzugsstimmen hätte Manfred vor fünf Jahren gar nicht gebraucht. Bei der Gemeinderatswahl 2016 verdoppelt die überparteiliche Gemeinschaftsliste in Fulpmes ihren Stimmenanteil und errang genau sechs Mandate. Auch durch das große Engagement der jungen Listenmitglieder. Manfred Witsch wäre also so oder so in den Gemeinderat eingezogen.